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	<title>Kommentare zu: WeinWeb für Haiti</title>
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	<description>Wein und Social Media</description>
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		<title>Von: Stefan</title>
		<link>http://socialwine.de/weinweb-fur-haiti/comment-page-1/#comment-361</link>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 16:10:41 +0000</pubDate>
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		<description>“Trinken für Haiti, Verkaufen für die Armen“ - Das Problem ist nicht neu, aber es ist gut, sich auch immer wieder damit auseinanderzusetzen.

Die Frage nach den Handlungsmotiven ist ein Klassiker der Moralphilosophie, sie wird aber auch in der Spieltheorie und in vielen anderen Wissenschaftsdisziplinen beleuchtet.

Es wäre natürlich schön, wenn wir alle von uns selbst aus spenden würden, und am besten auch aus rein altruistischer Motivation heraus. Dann wären die ganze Aktion und der Zeitaufwand dafür entbehrlich gewesen.

Rein altruistischem Verhalten begegnet man jedoch bekanntlich sehr selten und auch ein moralisch vielleicht vorwerfbares oder fragwürdiges Motiv (was beim Verkaufen von legalen Waren sicherlich nicht der Fall ist) vermag unter Umständen eine im normativen Sinne für sich allein genommen positive Handlung bewirken.

Der Spender oder Spendensammler sieht sich oft dem Vorwurf ausgesetzt, er handle aus anderen oder weiteren Motiven als aus einem reinen Akt der Selbstlosigkeit heraus.

„The warm glow of giving”, Prestige, Reputation, steuerliche Absetzbarkeit, ein guter Platz im Jenseits, Aussicht auf einen Lotterie-Gewinn – wenn man eine Weile darüber nachdenkt, fallen einem einige Motivationsgründe ein, aufgrund derer Menschen zu Spendern werden.
 
Die Aktion Mensch hat seit Gründung über zwei Milliarden Euro für moralisch einwandfreie und lobenswerte Projekte eingesetzt. Dass diese aus einer Lotterie stammen und die Spieler neben dem guten Zweck auch ihre Sofortrente im Motivbündel haben, ist offensichtlich, aber kaum verwerflich. Zweckorientiert betrachtet eine gute und effektive Aktion.

Die Aktion „WeinWeb für Haiti – Deine Hilfe zählt“ ist der Versuch, etwas für die Menschen in Haiti zu tun und möglicherweise auch den ein- oder anderen zu erreichen, der eben nicht aus rein altruistischen Motiven zum Spender wird, vielleicht aber dann, wenn er sich dafür mit einem Weinpaket belohnt sieht - oder eben einfach so spendet, weil er eben durch die Aktion angeregt wurde, dies zu tun, auch wenn der Weinkeller voll ist.
Oder vielleicht (nach Erforschung der eigenen Motivation natürlich;-) selbst eine Aktion starten?

Mit einem lauten „Ja, aber“ sehenden Auges gar nichts zu tun erschien mir jedenfalls auch in moralischen Begrifflichkeiten keine erstrebenswerte Handlungsalternative…</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>“Trinken für Haiti, Verkaufen für die Armen“ &#8211; Das Problem ist nicht neu, aber es ist gut, sich auch immer wieder damit auseinanderzusetzen.</p>
<p>Die Frage nach den Handlungsmotiven ist ein Klassiker der Moralphilosophie, sie wird aber auch in der Spieltheorie und in vielen anderen Wissenschaftsdisziplinen beleuchtet.</p>
<p>Es wäre natürlich schön, wenn wir alle von uns selbst aus spenden würden, und am besten auch aus rein altruistischer Motivation heraus. Dann wären die ganze Aktion und der Zeitaufwand dafür entbehrlich gewesen.</p>
<p>Rein altruistischem Verhalten begegnet man jedoch bekanntlich sehr selten und auch ein moralisch vielleicht vorwerfbares oder fragwürdiges Motiv (was beim Verkaufen von legalen Waren sicherlich nicht der Fall ist) vermag unter Umständen eine im normativen Sinne für sich allein genommen positive Handlung bewirken.</p>
<p>Der Spender oder Spendensammler sieht sich oft dem Vorwurf ausgesetzt, er handle aus anderen oder weiteren Motiven als aus einem reinen Akt der Selbstlosigkeit heraus.</p>
<p>„The warm glow of giving”, Prestige, Reputation, steuerliche Absetzbarkeit, ein guter Platz im Jenseits, Aussicht auf einen Lotterie-Gewinn – wenn man eine Weile darüber nachdenkt, fallen einem einige Motivationsgründe ein, aufgrund derer Menschen zu Spendern werden.</p>
<p>Die Aktion Mensch hat seit Gründung über zwei Milliarden Euro für moralisch einwandfreie und lobenswerte Projekte eingesetzt. Dass diese aus einer Lotterie stammen und die Spieler neben dem guten Zweck auch ihre Sofortrente im Motivbündel haben, ist offensichtlich, aber kaum verwerflich. Zweckorientiert betrachtet eine gute und effektive Aktion.</p>
<p>Die Aktion „WeinWeb für Haiti – Deine Hilfe zählt“ ist der Versuch, etwas für die Menschen in Haiti zu tun und möglicherweise auch den ein- oder anderen zu erreichen, der eben nicht aus rein altruistischen Motiven zum Spender wird, vielleicht aber dann, wenn er sich dafür mit einem Weinpaket belohnt sieht &#8211; oder eben einfach so spendet, weil er eben durch die Aktion angeregt wurde, dies zu tun, auch wenn der Weinkeller voll ist.<br />
Oder vielleicht (nach Erforschung der eigenen Motivation natürlich;-) selbst eine Aktion starten?</p>
<p>Mit einem lauten „Ja, aber“ sehenden Auges gar nichts zu tun erschien mir jedenfalls auch in moralischen Begrifflichkeiten keine erstrebenswerte Handlungsalternative…</p>
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	<item>
		<title>Von: Daniel Ebneter</title>
		<link>http://socialwine.de/weinweb-fur-haiti/comment-page-1/#comment-360</link>
		<dc:creator>Daniel Ebneter</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 09:05:37 +0000</pubDate>
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		<description>@Pasta:
Die Frage ist doch genau, welche Weinkäufer den direkten Weg der Spende überhaupt wählen würden. Aus meiner Sicht ist der Gesamtnutzen einer solchen Aktion auf jeden Fall positiv - für alle Beteiligten:
- Wer aus eigenem Antrieb heraus direkt spenden will, wird das sowieso tun und seine Spende nicht etwa reduzieren, um stattdessen Wein zu kaufen.
- Wer vor allem wegen des Sonderangebotes bei der Aktion zuschlägt, hat trotzdem was Gutes für Haiti getan und das Spendevolumen netto erhöht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Pasta:<br />
Die Frage ist doch genau, welche Weinkäufer den direkten Weg der Spende überhaupt wählen würden. Aus meiner Sicht ist der Gesamtnutzen einer solchen Aktion auf jeden Fall positiv &#8211; für alle Beteiligten:<br />
- Wer aus eigenem Antrieb heraus direkt spenden will, wird das sowieso tun und seine Spende nicht etwa reduzieren, um stattdessen Wein zu kaufen.<br />
- Wer vor allem wegen des Sonderangebotes bei der Aktion zuschlägt, hat trotzdem was Gutes für Haiti getan und das Spendevolumen netto erhöht.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Pasta</title>
		<link>http://socialwine.de/weinweb-fur-haiti/comment-page-1/#comment-359</link>
		<dc:creator>Pasta</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 08:47:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://socialwine.de/?p=172#comment-359</guid>
		<description>Ich kann deine Bedenken gut verstehen. Würde es auch für sinnvoller halten, wenn spendenwillige Weinhändler und Weinkäufer jeweils den direkten Weg der Spende wählen würden, und das Geschäft davon unberührt bliebe..</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann deine Bedenken gut verstehen. Würde es auch für sinnvoller halten, wenn spendenwillige Weinhändler und Weinkäufer jeweils den direkten Weg der Spende wählen würden, und das Geschäft davon unberührt bliebe..</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: beingmenow</title>
		<link>http://socialwine.de/weinweb-fur-haiti/comment-page-1/#comment-358</link>
		<dc:creator>beingmenow</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 08:46:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://socialwine.de/?p=172#comment-358</guid>
		<description>Muss sich nicht jedes Unternehmen, das sich in ähnlicher Weise bemüht, diesem Vorwurf stellen?
Ich betrachte es als klassische Win-Win-Situation: Warum soll nicht der ein oder andere Neukunde bei derartigen Aktionen &quot;kleben&quot; bleiben? Ich kann mir vorstellen, dass damit manch ein Spender aktiviert wird, der ansonsten nicht gespendet hätte.
So lange sichergestellt ist, dass die Spenden ihrem Verwendungszweck zugefährt werden, finde ich die Aktion sehr begrüßenswert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Muss sich nicht jedes Unternehmen, das sich in ähnlicher Weise bemüht, diesem Vorwurf stellen?<br />
Ich betrachte es als klassische Win-Win-Situation: Warum soll nicht der ein oder andere Neukunde bei derartigen Aktionen &#8220;kleben&#8221; bleiben? Ich kann mir vorstellen, dass damit manch ein Spender aktiviert wird, der ansonsten nicht gespendet hätte.<br />
So lange sichergestellt ist, dass die Spenden ihrem Verwendungszweck zugefährt werden, finde ich die Aktion sehr begrüßenswert.</p>
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