Weinrallye #27: Tankstopp

Weinrallye
Weinrallye

Gestern war es dann so weit: ich fuhr zur Tankstelle, um Wein zu kaufen. Ich weiss nicht, wann ich das das letzte Mal getan habe, muss irgendwann in frühester Jugend gewesen sein. Ich kam mir richtig komisch vor, vor dem Tankstellen-Weinregal. Und das alles wegen der Weinrallye: Thomas hatte zum Tankstopp aufgerufen!

Da stand ich also so vorm Regal, und musterte das Angebot unserer örtlichen LTG-Tankstelle: viel Schäumendes, Mumm und Konsorten. Da hatte ich wenig Lust drauf. Einige Weine für 1,99 bis 2,99€: ein Nero d’Avola, ein Rioja war dabei. So bei zwei bis drei Euro bewegte sich der grösste Teil des spärlichen Angebots. Wer zur Tanke fährt, kauft wohl doch eher Bier. Im besseren Fall… Hm. Ein hochpreisiger Grüner Veltliner war aber auch dabei: 7,99€! Schliesslich fiel meine Wahl auf einen Pinotage, mit 3,99€ schon fast im gehobenen Preissegment. Bin ja doch Etikettentrinker, und da lief eine Giraffe vor einem stark roten Sonnenuntergang in schöner Landschaft herum.

Tankwein
Tankwein

Das Rückenetikett versprach: „Trocken, fruchtig und intensiv. Anklänge von dunklen Waldfrüchten und Trüffeln mit feinen Röstaromen. Dichte Struktur mit geschmeidigen Tanninen.“ Hört sich doch gar nicht so schlecht an. Ausserdem stand drauf: 14,5% vol. Alkohol. Trocken stimmte. Der Alkohol auch. Über den Rest breiten wir den Mantel des Schweigens. Auch mit den Erdnüssen, die es auch vor Ort gab, kein Genuss.

Fazit: in der norddeutschen Provinz ist eine Tankstelle kein geeigneter Ort für den Weinkauf…

3 Gedanken zu „Weinrallye #27: Tankstopp“

  1. Jetzt schon der dritte Etikettentrinker dieser Rallye, der auf Tiere anspringt – vielleicht sollte ich doch ein wildes Schwein oder einen putzigen Dachs auf meine Etiketten drucken… und das dann neben einer Zapfsäule verkaufen 🙂 .

    Waren denn wenigstens die Erdnüsse frisch?

  2. Ganz normale geröstete Erdnüsse aus der Dose waren das. Die habe ich gegessen, den Wein habe ich gewechselt – trotz Etikett 🙂

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