Mrz 19

Auf dem Vinocamp selbst hatte ich ja eher den Eindruck, die Zeit des Bloggens sei vorbei: Nur ein geringer Prozentsatz an Bloggern, viele Professionals und PR-Leute waren da. Jetzt, nur einen Tag später, muss ich meine Meinung revidieren: Es sind jetzt schon so viele Blog-Artikel zum Vinocamp online (Links zu den Artikeln weiter unten), wie ich das kaum je nach einem Barcamp erlebt habe. Man kann also über die Weinweb-Szene sagen, was man will: Lebendig ist sie – und das hat sich allerdings auch schon auf dem Vinocamp selbst gezeigt.

Vinocamp wird erwachsen?

Vinocamp

Hörsaal am Sonntag Morgen: Fehlerweinprobe beim Vinocamp

2011 war noch ein anderer “Spirit” da – eine richtig gehende Euphorie, Aufbruchstimmung war zu spüren. Das war in diesem Jahr anders. Die Frage war eher: Kann das Vinocamp noch halten, was es im letzten Jahr versprochen hat? Und auf Grund der Medienpräsenz im letzten Jahr kamen auch viele “Neue”, die wissen wollten, was da so vor sich geht. So war auch der Anteil der Agenturen und PR-Leute viel höher. Geschadet hat es nicht. Auch wenn in der Session “Quo vadis Vinocamp?” einige Teilnehmer gern mehr Sinnlichkeit auf dem Vinocamp gesehen (gefühlt?) hätten, für mich war die Vielfalt ein Gewinn. Und wenn im nächsten Jahr durch mehr Foodblogger noch mehr Vielfalt reinkommt – dann wird’s noch besser. Das darf durchaus als Aufruf und Einladung  an zufällig mitlesende Foodies verstanden werden, im nächsten Jahr dabei zu sein!).

Vinocamp = Barcamp

Wichtig war mir, dass der Barcamp-Charakter erhalten bleibt – und das trotz sicher mehr als 80% Barcamp-unerfahrenen Besuchern. Und es spricht sehr fürs Vinocamp, dass dem auch tatsächlich so war: Es fand Austausch statt, es wurde diskutiert, es wurde Wissen weiter gegeben. Das war sehr schön. Und wenn es dabei auch viel Spass und eine geradezu unglaubliche Menge von erstaunlichen bis zu unglaublichen Weinen zu verkosten gibt – dann schadet das auch nicht.

Fazit

Das Vinocamp wird sich entwickeln, da bin ich inzwischen sicher. Vielleicht sogar dahin gehend, dass es “Mutti” von vielen kleinen speziellen Themencamps wird, wie es Winzerblogger Thomas Lipperts Wunsch wäre. Und wenn diese Form der (Un)Konferenz auch so langsam bei den Weinbauverbänden eindringt, wie der Geisenheimer Campus-Manager Robert Lönarz es andeutete, dann ist das doch ein grosser Erfolg! Daher noch mal Gratulation und Dank an Thomas und Dirk, die diesmal wieder das Vinocamp massgeblich organisiert haben. Und ich wünsche mir, dass sie es 2013 wieder tun, denn sie sind ein tolles Team mit vielen Gegensätzen!

Meine Highlights

Das waren einige:

Es ist Prinzip eines Barcamps, dass man aus mehreren interessanten Sessions, die gleichzeitig laufen nur eine auswählen kann. Aber dass ich diese verpasst habe, ärgert mich heute noch:

  • Wie verdient man Geld mit Blogs?
  • Orange Wines Verkostung

Und hier die anderen Berichte vom Vinocamp, die viele Facetten zeigen:

Wahnsinn, oder? Und ich bin sicher, es kommen noch einige dazu: Ich werde versuchen, die Liste aktuell zu halten. Sollte ich jemanden vergessen haben, bitte Bescheid geben. Und in diesen Blogs, auf Facebook, Twitter oder gar im real life wünsche ich uns allen noch viele Diskussionen bis zum nächsten Vinocamp – so wie Jörg und einige andere das bereits angeregt haben.

Update, 20 Minuten später:

Update 2:

Update 3:

4 Responses to “Vinocamp 2012: Bloggers Revival?”

  1. Matthias sagt:

    Jaaaaa, die vielen Blogartikel finde ich auch spitze. Wir haben diese hier zusammengetragen. http://vinocamp-deutschland.mixxt.eu/networks/wiki/index.Links%202012 Ich komme gar nicht mehr hinterher… :D

  2. Matthias Metze sagt:

    Ah, das ist gut: Da sind noch ein paar, die ich hier nicht habe. Und der Harald hat jetzt gerade auch gebloggt…

  3. Michael Rosenthal sagt:

    Schöner Artikel Matthias, sehr interessant war auch die Session der Exoten Verkostung und Outdoor mit Karl-Josef Thul zum Thema Reberziehung.
    wieder viel gelernt, ich freue mich auf nächstes Jahr !

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