Social Media Lehrstück – das #Tweetpaket

Urplötzlich tauchte es auf in meiner Twitter-Timeline – das Tweetpaket. Und gäbe es ein Social Media Lehrbuch, müsste es eigentlich drin stehen: des Nachts von ein paar hellen Köpfen ersonnen, wurde die Idee von Max Wittrock von mymuesli schnell umgesetzt – ein Verlosungspaket, das von einigen twitternden Unternehmen gesponsort werden sollte:

„Wir wollten eigentlich nur was verlosen, denn (treue Leser dieses Blogs wissen das) Verlosungen sind bei uns einigermaßen beliebt. Und kurz drauf: Nachricht von Kai via Twitter: Er würde sich anschließen; und binnen weniger Minuten hatten wir ein ganzes Set zusammen, dem Oslo den schönen Namen Tweetpaket gegeben hat, gleichzeitig auch Hashtag für diese Aktion.“

Zu dem Zeitpunkt als ich auf Twitter davon las, waren immerhin schon fast 10 Gewinne zusammen gekommen: Müsli, Tee, Wunschlikör bzw. Kinderpunsch sowie einige andere. Kurz im Büro beraten, und ein kleines Delinat-Paket mit spanischen Weinen und Flamenco-CD war auch dabei. So weit so gut.

Und dann ging es los: binnen weniger Stunden kam eine irrwitzig lange Liste von 45 Preisen zusammen, darunter ausser einer Weinkaraffe, Müslischalen und Teetassen  so unglaubliche Dinge wie ein iPod Shuffle, ein Headset und gar eine Übernachtung im 4-Sterne-Hotel auf Helgoland (die Überfahrt war allerdings nicht dabei…).

Die ganze Kommunikation fand auf Twitter statt; waren zunächst die Sponsoren quasi unter sich, schlug das Ganze natürlich Wellen, und es wurde immer wieder gefragt, was es denn wohl mit diesem Tweet-Paket auf sich habe. Nun, bis 15 Uhr gestern wurden die Gewinne gesammelt, aber wie die Verlosung nun vor sich gehen sollte, stand bis dahin aber noch gar nicht fest! Durch Diskussion auf Twitter und im mymuesli-Blog ergab sich dann aber: ab 16 bis 22 Uhr mussten dann die Bewerber für dieses Paket folgendes twittern.

Ich will diese Liste hier gewinnen: http://tinyurl.com/yjpyqn5 #tweetpaketverlosung #tweetpaket

Die Entwicklung lässt sich auf dem mymuesli Blog verfolgen. Die Ziehung des Hauptgewinners erfolgte dann am nächsten Tag und ist hier dokumentiert:

Link: mymuesli-TV: #tweetpaket - Auslosung Gewinner

Auf diesem Weg noch einmal herzlichen Glückwunsch an den Gewinner @slintes! Eine witzige Aktion, die einmal mehr bezeugt, wie schnell sich über Blogs, Twitter & Co Aktionen oder Inhalte verbreiten können – wenn sie denn eben interessant genug sind – und die Initiatoren nicht nur wirklich kommunizieren, sondern auch auf Gesagtes eingehen!

Weitere Blog-Artikel dazu von:
123 Skins
egoo.de
mymelade
Likörfactory
Wunschlikör

Twitter Probiersalesday

Eine nette Idee, die da auf Twitter entstanden ist: eine Variation der Twitter-Verkostungen bzw. Twitter(-Wein-)salesdays, die ja bereits verschiedentlich statt gefunden haben.

Twitter-Weinverkostungen gehen ja so: man koordiniert mit anderen Twits einen Zeitpunkt und einen oder mehrere Weine, setzt sich dann hin, allein oder mit Freunden (im Notfall auch auf der Bühne der Cebit), verkostet den Wein und tauscht sich mit den Kollegen via Twitter dazu aus. Problem dabei: die Koordination…

Dann gab es bereits den ein oder anderen Twittersalesday: ein Weinmacher oder Weinhändler bietet (in der Regel mittwochs – weiss gar nicht, wie dieser Wochentag zustande kam?) ein Paket mit attraktiven Weinen zum noch attraktiveren Preis an: nur an einem Tag, nur über Twitter.

Nun also der Probiersalesday, eine Mischung von beidem. Don Simon hat die Idee sehr schön beschrieben, ich zitiere:

Die Grundidee ist folgende. Winzer oder Händler stellen ein Probiersalesday Paket von maximal 1 – 3 Flaschen zusammen, welches aber in der Summe Frei Haus die € 20,- Marke nicht überschreiten sollte. Jeder der Lust hat, bestellt sich dieses Paket. Wenn die Pakete bei den Leuten eingetroffen sind, werden auf Zuruf gemeinsame Verkostungen bei Twitter stattfinden. Ich würde das Ganze nicht auf einen Verkostungstermin pro Paket einschränken, da es sonst sicher in unendlichen Terminfindungstweets ausartet. Jeder der Lust hat einen Wein aus einem Probiersalesday Paket zu verkosten, macht eine Ansage. Wer Bock hat, schließt sich an dem Abend an, fertig. Somit sind auch 5 oder mehr Verkostungsabende von dem gleichen Wein denkbar und das ganze ist wesentlich ungezwungener.

Via Twitter Search kann man noch mal nachlesen, wie es zu der Idee kam – auch ich musste nachlesen, da ich zu dem Zeitpunkt im Offline-Urlaub war.

Ich bin gespannt, das gefällt mir. Zwanglos, unkompliziert, man darf mit netten Leuten und Weinen rechnen. Das erste Paket zum Probiersalesday kommt von der Weinlounge in Hamburg; ich habe mir es gleich bestellt und freue mich auf den (unverbindlichen) Verkostungstermin heute Abend, am 19.10. um 20.30 Uhr!

Twitter Wein – ein echter Social Wine!

Jetzt gibt es den ersten „echten“ Twitter Wein -ein wirklicher Social Wine im Sinne des Wortes: Fledgling Wine ist ein Projekt von Twitter und Crushpad, einer kalifornischen Winery. Die Einnahmen des Projektes sollen dem Non-Profit-Unternehmen Room to Read zu Gute kommen, dessen Ziel es ist, jedem Kind den Zugang zum Lesen und Schreiben zu ermöglichen. Spannend!

Twitter ist bekannt, und auch Crushpad ist in der Wein 2.0 Welt nicht unbekannt: schliesslich kann man sich dort seinen eigenen, sozusagen User Generated Wine erzeugen! Und der soll gar nicht schlecht sein…

Leider kann man hier in Europa den Twitter-Benefiz-Wein (ein Pinot Noir und ein Chardonnay) nicht erwerben, ich hatte es gleich versucht. Und auch die Amis müssen sich noch ein wenig gedulden: man kann ihn zwar schon bezahlen, aber abgefüllt und ausgeliefert wird er erst im August 2010. Mashable fragte seine Leser, ob sie den Twitter-Wein kaufen würden: zumindest in den Kommentaren war die Resonanz sehr positiv.

Hier noch ein Video der Projekt-Beteiligten:

Neues zu Twitter von Kerner und Thoma

Da hatte sich doch einer etwas blamiert: auch wenn ich in der Regel nicht fernsehe, die Äusserungen von Johannes B. Kerner zu Twitter gingen auch an mir nicht vorbei. In seiner Sendung fand er sein Fake Twitterprofil und stellte fest, dass er Twitter für sinnlos hält. Ok, kann er ja machen. Aber es ging tatsächlich ein Aufschrei durch die deutsche Twittergemeinde… hier seine Aussagen im O-Ton:

Und dann meldete sich Hendrik Thoma zu Wort, bekannter Sommelier und im Wein2.0-Web durch seine Video-Verkostungen bei TVino (i.e. Hawesko) bekannt. Durch extrem aktive Teilnahme am Social Web war er trotz Twitter– und Facebook-Account bisher nicht aufgefallen, aber seine Stellungnahme zum Thema ist durchaus sehenswert:

Via Ultes.