Dirk Würtz über Naturwein

Weinrallye
Weinrallye

Auch Dirk Würtz – allseits bekannter „Blogggwart“ und Wein2.0 – Macher (Blog, Twitter, 100 Grad Oechsle) – habe ich um eine Definition des Begriffs Naturwein gebeten. Dirk bringt durchaus neue Aspekte – die Bedeutung der Bio-Zertifizierung und die Nachhaltigkeit (mehr dazu in Dirks Blog) in Bezug auf die Produktion und den Menschen:

„Ganz grundsätzlich ist  für mich der Begriff ‚Naturwein‘ sehr
vielschichtig. Zunächst bedeutet er, dass der Wein im Einklang mit der Natur
hergestellt wird. Das heißt eine Produktion im Weinberg und im Keller nach
den Richtlinien des ökologischen Weinbaus. Das Ganze sollte unbedingt
zertifiziert und unter der Kontrolle eines der hierfür zuständigen Verbände
sein. Dies ist ein wesentlicher Aspekt, um den Kunden auch eine gewisse
Transparenz und Sicherheit zu bieten.

Naturwein ist für mich aber auch ein Wein, der unter dem Aspekt der
Nachhaltigkeit hergestellt und vertrieben wird. ‚Fair made‘ ist hierbei das
entscheidende Schlagwort. Diejenigen, die das Produkt oder den Rohstoff
herstellen, die Leistung erbringen, sollten dies unter menschenwürdigen
Bedingungen, mit einem ordentlichen Lohn und in einem sicheren Umfeld tun.
Alles andere ist nicht nachhaltig. ‚Fair trade‘ hat sich in den Köpfen der
Konsumenten eingeprägt, ‚fair made‘ noch nicht wirklich…“

Übrigens – falls es jemand noch nicht mitbekommen hat: Am Mittwoch, den 17. Februar ist Weinrallye. Jeder Leser ist herzlich eingeladen, eine eigene Definition des Begriffs Naturwein abzugeben, möglichst mit der Verkostung der praktischen Umsetzung eines Naturweins in der Flasche! Die Beiträge können im eigenen Blog veröffentlicht werden – dann bitte kurze Email an mich oder Kommentar hier im Blog. Wer kein Blog führt, dessen Beitrag veröffentliche ich gerne hier auf meinem Blog als Gastbeitrag. Regeln zur Weinrallye wie immer beim Winzerblog.

Warum „weniger schlecht“ nicht gleich „besser“ ist

Das sollte mal zum Nachdenken anregen: Michael Baumgart war mir bisher tatsächlich nicht bekannt – seinen Gedanken aber kann ich mich anschliessen; wenn es um Zukunft und Nachhaltigkeit geht, reicht es einfach nicht, „weniger schlechte“ Produkte zu kaufen und zu nutzen – es müssen tatsächlich „gute“ Produkte sein!

Weniger Schadstoffe sind besser als viele Schadstoffe, sagen die Nachhaltigkeits-Vertreter. Das geht Braungart nicht weit genug – ich finde “weniger Schadstoffe” dennoch einen richtigen Schritt auf dem Weg.

Braungart setzt dagegen: Mit etwas mehr Nachdenken gar keine Schadstoffe zu produzieren, sondern wirklich in Kreisläufen zu denken, und das ist meines Erachtens mehr als ein Utopie, sondern das einzig sinnvolle Ziel.

Zitat von stephan-uhrenbacher.com – der weiss auch noch mehr über Michael Baumgart.

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