Blog trifft Gastro 2010 in Berlin

Blog-trifft-Gastro 2010
Blog-trifft-Gastro 2010

Am Wochenende ist es wieder so weit: Blog trifft Gastro (#BtG) 2010 – bereits zum fünften (? – oder gar sechsten) Mal findet das Treffen statt; es wird meine vierte Teilnahme daran sein.

Diesmal in Berlin und ich bin sehr gespannt: Ausrichter ist Helmut Adam von Mixology – und naturgemäss werden wir wohl ein wenig in die Barkultur einsteigen. Ich freue mich drauf, denn in klassischen Bars bin ich selten zu Gast!

Ausserdem wird es spannende gastronomische Konzepte zu sehen geben und Speis und Trank werden wohl auch nicht fehlen. Und alte Gesichter wieder zu treffen und neue kennen zu lernen, ist auch immer ein guter Grund für ein solches Treffen!

Dirk Würtz über Naturwein

Weinrallye
Weinrallye

Auch Dirk Würtz – allseits bekannter „Blogggwart“ und Wein2.0 – Macher (Blog, Twitter, 100 Grad Oechsle) – habe ich um eine Definition des Begriffs Naturwein gebeten. Dirk bringt durchaus neue Aspekte – die Bedeutung der Bio-Zertifizierung und die Nachhaltigkeit (mehr dazu in Dirks Blog) in Bezug auf die Produktion und den Menschen:

„Ganz grundsätzlich ist  für mich der Begriff ‚Naturwein‘ sehr
vielschichtig. Zunächst bedeutet er, dass der Wein im Einklang mit der Natur
hergestellt wird. Das heißt eine Produktion im Weinberg und im Keller nach
den Richtlinien des ökologischen Weinbaus. Das Ganze sollte unbedingt
zertifiziert und unter der Kontrolle eines der hierfür zuständigen Verbände
sein. Dies ist ein wesentlicher Aspekt, um den Kunden auch eine gewisse
Transparenz und Sicherheit zu bieten.

Naturwein ist für mich aber auch ein Wein, der unter dem Aspekt der
Nachhaltigkeit hergestellt und vertrieben wird. ‚Fair made‘ ist hierbei das
entscheidende Schlagwort. Diejenigen, die das Produkt oder den Rohstoff
herstellen, die Leistung erbringen, sollten dies unter menschenwürdigen
Bedingungen, mit einem ordentlichen Lohn und in einem sicheren Umfeld tun.
Alles andere ist nicht nachhaltig. ‚Fair trade‘ hat sich in den Köpfen der
Konsumenten eingeprägt, ‚fair made‘ noch nicht wirklich…“

Übrigens – falls es jemand noch nicht mitbekommen hat: Am Mittwoch, den 17. Februar ist Weinrallye. Jeder Leser ist herzlich eingeladen, eine eigene Definition des Begriffs Naturwein abzugeben, möglichst mit der Verkostung der praktischen Umsetzung eines Naturweins in der Flasche! Die Beiträge können im eigenen Blog veröffentlicht werden – dann bitte kurze Email an mich oder Kommentar hier im Blog. Wer kein Blog führt, dessen Beitrag veröffentliche ich gerne hier auf meinem Blog als Gastbeitrag. Regeln zur Weinrallye wie immer beim Winzerblog.

Steffen Christmann über Naturwein

Weinrallye
Weinrallye

Steffen Christmann beschäftigt sich nicht nur mit biodynamischem Anbau und produziert dabei ganz vorzügliche Weine, sondern ist auch Vorsitzender des VDP. Auf der Website des VDP kann man nachlesen, dass er nicht nur „das Eliteversprechen der Prädikatsweingüter im deutschen Weinbau durch zeitgemäße Qualitätsstandards  präzisieren“ will, sondern auch folgendes: „Hoch oben auf der Prioritätenliste steht bei Christmann weiter, die Mitgliedsbetriebe für Nachhaltigkeit im Weinbau und den schonenden Umgang mit der Schöpfung zu sensibilisieren.“ Es freut mich daher sehr, dass er sich die Zeit genommen hat, für die nächste Weinrallye ebenfalls seine Definition des Begriffs „Naturwein“ abzugeben:

„Für mich ist Naturwein ein natürlicher Wein, der einem Weinberg entstammt, der in völliger Harmonie mit seinem Boden, Kleinklima und der örtlichen Pflanzenwelt wächst. Ein solcher Weinberg ist nach meiner persönlichen Überzeugung zumindest ökologisch oder gar biodynamisch bewirtschaftet.
Naturwein ist für mich aber auch immer noch der aus frischen Trauben ohne Zusätze gewonnen Wein, wie dies Ludwig von Bassermann-Jordan 1907 definiert hat. Also natürlich auch der Wein, der aus bestens ausgelesenen Trauben mit seiner eigenen Hefe ohne chemisch-synthetische Schönungsmittel entsteht.“

Am Mittwoch, den 17. Februar ist jede und jeder Leser herzlich eingeladen, eine eigene Definition des Begriffs Naturwein abzugeben, möglichst mit der Verkostung der praktischen Umsetzung eines Naturweins in der Flasche! Die Beiträge können im eigenen Blog veröffentlicht werden – dann bitte kurze Email an mich oder Kommentar hier im Blog. Wer kein Blog führt, dessen Beitrag veröffentliche ich gerne hier auf meinem Blog als Gastbeitrag. Regeln zur Weinrallye wie immer beim Winzerblog.

Hendrik Thoma über Naturwein

Hendrik Thoma dürfte den meisten meiner Leser ein Begriff sein. Hendrik  ist gelernter Koch, einer von weltweit nur 160 „Master-Sommeliers“, war lange im renommierten Hamburger Hotel Jacob tätig, ist bekannt als Weinautor, durch Kochshows im TV, und nun ist er schon eine Weile sehr aktiv im WeinWeb.

Daher hat mich natürlich interessiert, was er zum Thema „Naturwein“ zu sagen hat – hier sein Statement, standesgemäss via Video:

Weinrallye
Weinrallye

In diesem Zusammenhang möchte ich noch mal auf die Weinrallye #30 aufmerksam machen: am Mittwoch, den 17. Februar ist jede und jeder herzlich eingeladen, eine eigene Definition des Begriffs Naturwein abzugeben, möglichst mit der Verkostung der praktischen Umsetzung eines Naturweins in der Flasche! Die Beiträge können im eigenen Blog veröffentlicht werden – dann bitte kurze Email an mich oder Kommentar hier im Blog. Wer kein Blog führt, dessen Beitrag veröffentliche ich gerne hier auf meinem Blog als Gastbeitrag. Regeln zur Weinrallye wie immer beim Winzerblog.

Naturwein in der Diskussion

Weinrallye
Weinrallye

Naturwein heisst das Thema der nächsten Weinrallye – und es scheint zur rechten Zeit zu kommen: an einigen Stellen wurde es gleich aufgegriffen, und es entspinnen sich Diskussionen. Im Weinforum, das sich an Weinprofis  (sprich: Menschen, die beruflich mit Wein zu tun haben) richtet, und erst kürzlich von Thomas Lippert gegründet wurde, sind durchaus konträre Positionen zu lesen:

„[…] wie produziert man so etwas? Spontangärung, keine Schönung, kein Schwefel ist eh alles klar […]“

Und – die Antwort darauf:

„Wenn das Deine Definition ist, bitte sehr, ich muß es ja nicht trinken.“

Und wieder:

„Was derzeit in unseren Weinkellern abgeht ist doch nur noch gekühlter Mainstream der überall gleich fruchtig schmeckt.“

Die ganze (lesenswerte) Diskussion findet sich in diesem Thread des Weinforums. Auch Thomas Günther greift in seinem Blog weinverkostungen.de das Thema auf:

„Wein ist immer ein Produkt menschlicher Kultivierung und Bearbeitung von Natur. Von daher bleibt die Frage offen: Was ist Naturwein?“

Auch auf Twitter ist das Thema zu finden. Dabei wurde es ja schon vor Jahren diskutiert. Eine Definition beispielsweise hat Pivu schon 2004 im Forum taw abgegeben:

„Was sind die Mindestkriterien für einen Naturwein? Biodynamik im Weingarten, lange Standzeiten, Spontanvergärung, lange Reifephase, schonende Verarbeitung, kaum Eingriffe im Keller. Anders ausgedrückt bewusstes Eingehen von Risiko statt reduktivem 0815-winemaking à la Geisenheim. Extreme Vertreter nutzen sogar Amphoren statt Holz oder Edelstahl und verzichten auch beim Weisswein auf jegliche Schwefelung.“

Ich bin gespannt, was noch kommt. Viele, gern auch konträre Definitionen – und deren Umsetzung in Wein  – erhoffe ich mir zum Weinrallye-Termin am 17.2.! Jede und jeder kann mit machen; wer kein eigenes Blog hat, schickt mir seinen Beitrag per Email; ich veröffentliche ihn gerne als Gast-Beitrag hier. Regeln zur Weinrallye wie immer beim Winzerblog.

Übrigens: mein Naturwein ist heute per Post gekommen: so sieht er aus!

Philipp Wittmann über Naturwein

Philipp Wittmann ist Vorsitzender des VDP Rheinhessen und als Winzer bekannt für seine hervorragenden, biodynamisch erzeugten Weine. Auf die Frage, was für ihn ein Naturwein sei, antwortete er:

„Ich finde, dass NATURWEIN heute nicht mehr mit der Definition von vor 1971 gleichzusetzen ist, dafür hat sich einfach viel zu viel verändert in der Weinwelt, bzw ist die industrielle Produktion eben wahnsinnig fortgeschritten. NATURWEIN ist für mich heute unter kontrolliert biologischen oder biodynamischen Gesichtspunkten erzeugt, natürlicher Anbau im Weinberg und natürlicher Ausbau im Keller sind hierfür die Grundlage, Verzicht auf jegliche chemisch – synthetischen Pflanzenschutzmittel und Mineraldünger gehören genauso dazu, wie der Verzicht auf die Chaptalisierung und dem Zusatz synthetischer Schönungsmittel.“

Die Weinrallye zum Thema Naturwein findet am 17. Februar statt – und ich hoffe auf viele weitere Definitionen des Begriffs!

Weinrallye #30 – Naturwein

Weinrallye
Weinrallye

Jetzt wird’s aber Zeit! Zeit, die nunmehr 30. Weinrallye auszurufen – das ist bereits die zweite Weinrallye, bei der ich den Gastgeber spielen darf. Das erste Mal, dass ich Gastgeber war, war bei der dritten Weinrallye – das ist inzwischen eine ganze Weile her…

Das Thema dieser 30. Weinrallye soll also „Naturwein“ sein. Was ist eigentlich Naturwein? Genau das gilt es herauszufinden. Wer nach dem Begriff „Naturwein“ googelt, bekommt höchst unterschiedliche Ergebnisse. Nach dem Weingesetz war die Bezeichnung Naturwein bis 1971 zulässig – für einen nicht mit Zucker angereicherten Wein; heute ist für viele Natur das gleiche wie „Öko“ – so wird  Naturwein oft einfach mit einem Biowein gleich gesetzt. Andere wieder meinen damit einen Wein, der im Keller so wenig wie möglich manipuliert wurde – oder einen Wein, dessen Trauben biodynamisch angebaut wurden.

Gerade heute morgen wurde auf Twitter ein passender Link gepostet (danke @winzerblog!) – das meinen diese Herren zum Thema Naturwein (engl.):

(via Bibendum Times)

Also: was ist Eure/Ihre Definition von Naturwein? Wie schon bei der letzten Weinrallye (Schweizer Wein) sind die entsprechenden Weine vielleicht nicht ganz einfach zu besorgen – aber einfach ist es, an der Weinrallye teilzunehmen! Jeder Teilnehmer veröffentlicht seinen Beitrag am Mittwoch, den 17. Februar auf seinem Blog. Wer kein eigenes Blog schreibt, kann mir gerne seinen Beitrag per Email senden – ich veröffentliche ihn dann als Gastbeitrag hier. Das ausführliche Regelwerk gibt es nach wie vor beim Winzerblog.

Ich freue mich auf Eure/Ihre Beiträge zum Thema Naturwein – vielleicht kommen wir ja gemeinsam zu einer neuen Definition des Begriffs. Und gespannt bin ich natürlich auch auf die besprochenen Weine!

WeinWeb für Haiti

Stefan Schwytz brachte in seinem Blog „Baccantus“ die Idee auf: den Menschen in Haiti muss geholfen werden; warum sollten nicht die Weinhändler, die im „WeinWeb“ aktiv sind, ein Probierpaket zusammen stellen,  von dem ein gewisser Prozentsatz als Spende nach Haiti geht – der Käufer des Pakets sollte da noch mal etwas oben drauf legen.

Mit dieser Idee musste ich mich auseinander setzen; schliesslich bewege ich mich seit Jahren im WeinWeb und bin in einem sozial und ökologisch engagierten Unternehmen, das mit Wein handelt, beschäftigt. Mit der Idee „WeinWeb für Haiti“ hatte ich aber meine Bauchschmerzen: für mich ist das eine unschöne Vermischung von Gewinn-Interesse und Spendenwilligkeit. Als Konsument stellt sich mir dabei die Frage: beteiligt sich ein Unternehmen an der Aktion, um neue Kunden zu gewinnen und mehr Wein zu verkaufen? Oder steht tatsächlich der gute Zweck im Vordergrund? Und wenn das so ist, warum nicht einfach direkt zur Spende aufrufen?

Ich möchte jetzt keinem der teilnehmenden Weingüter oder Weinhändler unterstellen, unter dem Deckmantel der Nächstenliebe Neukundengewinnung zu betreiben; ich kenne die Beteiligten und weiss, dass sie Gutes tun wollen. Trotzdem – meine persönliche Einstellung ist: wenn ich Wein kaufe, dann kaufe ich Wein. Und wenn ich für etwas spenden möchte, dann spende ich. Und nicht beides zusammen.

Natürlich haben wir die Aktion auch intern bei Delinat diskutiert: Delinat positioniert sich nicht nur als ökologisches, sondern auch als sozial fortschrittliches Unternehmen. Müssten wir da nicht teilnehmen an einer solchen Aktion (die natürlich immer auch öffentlichkeitswirksam ist)? Nein.

Erst im Gespräch mit Gründer Karl Schefer erfuhr ich, dass Delinat vor einigen Jahren noch jedem Mitarbeiter und jeder Mitarbeiterin 1000 Franken pro Jahr zur Verfügung gestellt hatte, die diese dann nach eigenem Gutdünken an soziale Organisationen verteilen konnten. Diese Regelung gibt es heute nicht mehr – denn  inzwischen gehen immerhin 1% des Umsatzes an eine gemeinnützige Stiftung, das Delinat-Institut. Dort wird Ökologieforschung betrieben – was der Menschheit dann auf andere Weise zu Gute kommen kann. Das ist die Kern-Kompetenz von Delinat, und da können wir sinnvoll etwas bewirken.

Sicher muss man den Menschen in Haiti, im Senegal und an vielen anderen Orten der Erde helfen; Spendenaufrufe gibt es zur Zeit genügend, so dass jeder sein Geld an die entsprechenden Stellen verteilen kann.

Weinrallye #29 – Wein aus der Schweiz

Das Ithaka-Projekt - Mythopia Weingut im Wallis
Das Ithaka-Projekt: Weinberg im Wallis

Ich merke es gerade, meine Posting-Frequenz lässt zu wünschen übrig – da muss schon eine Weinrallye daher kommen, damit ich meinen ersten Blog-Artikel in diesem Jahr schreibe… Aber jetzt:

Schweizer Weine heisst das Thema, vorgegeben von lamiacucina-Robert, dessen Blog ich immer mit Vergnügen lese – und dabei hoffe, irgendwann auch einmal so viel Zeit zu haben, um so viele Gerichte mit Hingabe und Liebe zu kochen wie Robert; nur die wunderschönen Fotos – die würde ich auch mit noch so viel Zeit nicht hinkriegen: allein die Fotos machen das Lesen seines Blogs lohnenswert!

Aber zurück zum Thema: Schweizer Weine sind in Deutschland zwar schwer zu bekommen (nur 1% der Schweizer Weinproduktion werden überhaupt exportiert) – aber für mich war das natürlich eine Steilvorlage: seit Herbst letzten Jahres fahre ich regelmässig in die Schweiz, mein neuer Arbeitgeber ist Pionier, was Biowein angeht, und im Spätherbst durfte ich einige wunderschöne Tage im Wallis auf dem Delinat-Versuchsweingut verbringen.

Beste Voraussetzungen also, sollte man meinen. Tatsächlich sind aber (zumindest für den Export) im Delinat-Onlineshop nur zwei Weine aus der Schweiz erhältlich (im Schweizer Shop sind es ein paar mehr). Aber gut, da ich diese beiden noch nicht verkostet hatte, habe ich sie mir schnell kommen lassen. Gestern Abend bereits hatte ich den ersten geöffnet – und las heute nachmittag bei Roberts erstem Statusbericht von der Weinrallye: Frau Kochlöffel bestellt regelmässig bei Delinat, und hat genau die gleichen Weine für die Weinrallye vorgesehen wie ich!

2008 Solaris, Cultiva Bioweingut
Solaris Amabile 2008 - Bio-Weingut Cultiva

Aber halb so schlimm: sie hatte nur einen davon geöffnet, einen Gamay: La Devinière Gamay Satigny AOC 2008. Für diesen Wein verweise ich also einfach auf ihren Bericht, denn ich hatte gestern Abend den anderen geöffnet: 2008 Solaris Amabile, vom Cultiva Bio-Weingut. Auch wenn ich das strenge Auswahlverfahren bei Delinat mittlerweile kenne, so habe ich mir doch nicht allzu viel erwartet von diesem Wein, denn – so muss ich gestehen – ich habe ein Vorurteil gegenüber Piwi-Rebsorten (pilzwiderstandsfähige Rebsorten). Und wurde positiv überrascht: goldgelb in der Farbe, in der Nase ein ganzer Cocktail von exotischen Früchten, eine wunderbare Spannung zwischen Süße und Säure am Gaumen. Kein wahnsinnig komplexer Wein, aber einer der richtig Spass macht. So lasse ich mir die Piwis gefallen!

Ich wunderte mich dann auch nicht mehr, als ich vom Kollegen Dominik „Ecowein“ Vombach diese Geschichte erfuhr: in Kooperation mit dem FiBL (Forschungsinstitut für biologischen Landbau) war ein Markttest durchgeführt worden; Weine aus konventionellen und Piwi-Rebsorten waren von Delinat-Kunden blind verkostet worden. Ergebnis: der Solaris schnitt als einer der besten Weissweine ab – trifft also offensichtlich nicht nur meinen Geschmack.

Kurze Recherche zum Weingut erbrachte: Cultiva gehört zu den ersten Biowein-Erzeugern in der Schweiz, arbeitet nach Demeter-Richtlinien und verzichtet u.a. auch auf Kupfer und Schwefel! Passt also. Ich bin neugierig geworden auf das Weingut und die weiteren (Piwi-)Weine. Danke also, Robert, für das Thema dieser Weinrallye!

Content-Klau bei Tvino…

… ist vielleicht übertrieben, aber leichtfertiges Umgehen mit dem Content anderer: so kann man es wohl ausdrücken. Im Tvino Posterous Blog werden gerne mal die Beiträge anderer hergenommen: nicht nur mit einem kurzen Zitat und einem Kommentar, sondern in voller Länge, wenn auch mit Quellenangabe.

Bemerkt hatte ich diese Praxis schon vor einigen Wochen: „5 must-have iphone apps for wine lovers“ hiess der Artikel und ich wunderte mich zunächst, warum das Tvino Team jetzt englisch schreibt – aber ganz unten, unter dem Artikel, kam dann die Quellenangabe…

Nun hat dieses Vorgehen (mindestens) zwei Bloggerkollegen erzürnt: Theo Huesmann von gumia.de und Bernhard Fiedler waren auch in voller Länge gewürdigt worden, Bernhard sogar auf drei (!) verschiedenen Plattformen! Lieber Hendrik, du redest immer von Web 2.0, und dass das viel besser ist, ehrlicher; du stürzt dich mit Elan in die Web 2.0 Szene (was ich gut finde!) und bemühst dich um Transparenz: wie passiert dann so ein Faux Pas? Es ist ein offenes Geheimnis, dass du dein Blog nicht selbst schreibst – aber du musst doch dein Team im Griff haben!? Du schreibst doch deine Postings selbst!

Gestern am späten Abend gab es auf Twitter noch eine kurze Diskussion darüber – hier kann man das nachlesen. Es ist übrigens nicht so, dass Posterous zum Content-Klau zwingt, wie dort angenommen wurde: man kann zitieren, und beim Kommentieren noch mal auf den Autor verweisen – so wie ich es z.B. vor wenigen Minuten in meinem Posterous gemacht habe…

Update: Weitere Aufregung bei Vinissimus und Originalverkorkt.