Ein Besuch im Schwarzwald – Blog trifft Gastro 2015

Letztes Wochenende war’s so weit: Das meines Wissens älteste Genussblogger-Treffen im deutschsprachigen Raum ging ins 10. Jahr! Seit Anfang 2005 treffen sich Genuss- und Gastroblogger auf Initiative des Speisekartenbloggers Thorsten Sommer, um sich kennen zu lernen, auszutauschen, neue Erfahrungen zu machen – und vor allem, um gut zu essen und zu trinken!

Es gibt viele Tiere im Jägerstüble
BtG 15: Mit Wildschwein im Jägerstüble.

Vorweg: Das hat auch in diesem Jahr beim Blog trifft Gastro (#btg15) im Jägerstüble in Oberharmersbach (auch dank unserer bloggenden Wirtin Sonja!) wieder bestens funktioniert, wenn auch in relativ kleiner Runde. Der Speisekartenblogger fehlte zum allerersten Mal, auch Gastroblogger-Urgestein Gerhard Schoolmann war nicht da. Schade, aber sicher sind beide beim nächsten Treffen wieder dabei!

Spannend war für mich der Schwarzwald, an den ich eigentlich nur ein paar Kindheitserinnerungen hatte: Bahnfahrt mitten durch den Schwarzwald, bis zur Endstation der kleinen Regionalbahn, dann bis ganz hinten ins kleine Tal, das früher wohl finster und verrufen war, bis zum Jägerstüble. Kaum angekommen, durfte ich mit dem kulinarischen Schwarzwald Bekanntschaft machen: leckeres Bier, Jägerschnitzel (muss ja im Jägerstüble!) – und dann der erste Knaller: Das Kirschwasser vom benachbarten Bauern. Hier wird noch viel im  halb-privaten Rahmen gebrannt – schon, um die Brennrechte nicht verfallen zu lassen. Und wenn so etwas dabei herauskommt: perfekt! Im folgenden probierten wir noch weitere Brände anderer Nachbarn – bei immer angeregteren Diskussionen…

Schwarzwälder Kirschwasser
Der heimliche Star des Wochenendes: das Kirschwasser vom Nachbarn

Im ländlichen Schwarzwald werden offensichtlich noch viele Lebensmittel selbst hergestellt – wie z.B. das Brot und die Brötchen, die wir am nächsten Morgen zum Frühstück bekamen. Ich denke, es gibt wenige Hotels, die ihre Gäste mit selbst gebackenem Brot erfreuen. Lokale Wurstspezialitäten oder Tannenhonig vom Imker drauf – der Tag begann eindeutig gut! Am späten Vormittag stand die Besichtigung des Brennhisli auf dem Programm. Nach kurzer Brennereiführung gab es noch mehr Obst- und andere Brände zur Degustation. Spannend: Zibärtli, Topinambur und die Tatsache, dass ein so kleiner Familienbetrieb trotz guter Qualitäten und mehr als moderater Preise nicht mehr Zuspruch findet. Tipp: Man kann per Mail bestellen (PDF-Preisliste hier)!

Brennhisli
Im Brennhisli wurde früher nicht nur Schnaps gebrannt, sondern auch Wäsche gewaschen, Wurst gekocht und Brot gebacken.

Und schon ging es weiter zum nächsten Selbstvermarkter. Markus Schwarz, gelernter Metzger, hat es geschafft, den elterlichen Hof trotz geringer Grösse rentabel zu bekommen – durch Qualität und Selbstvermarktung. Zwar fanden wir, dass die Limousin-Rinder wenig Auslauf haben, aber immerhin wesentlich mehr als in “normaler” Massentierhaltung. Ein Rindersteak haben wir denn auch nicht probiert, aber das typische Schwarzwälder Vesper mit Schinken, Leber-, Blut- und Bratwurst, frisches Bauernbrot, Bibbeleskäs, Tannenhonig und selbstgemachte Marmelade war toll! Dazu gab’s Most – den Schwarzwälder Apfelwein. Gewöhnungsbedürftig, aber durchaus passend. Überhaupt: Bibbeleskäs! Kann man nicht kaufen, nur selbst machen oder dort essen. Ein Rezept habe ich hier gefunden.

Vesperteller
Vesperteller: in der Mitte Bibbeleskäs, drumrum Wurstvariationen

Nach kurzem Spaziergang zurück versammelten wir uns wieder im Jägerstüble, wo Alexander von Halem, Schlossgastronom und seit kurzem fränkischer Winzer, uns seinen Silvaner vorstellte. Knackige Säure, würzig, modern – machte Lust, weitere Weine von Wein von 3 kennen zu lernen. Der Klingenberg Riesling aus dem Jägerstüble passte anschliessend wunderbar zu den Käsespätzle. Hinterher bildete der Kirschbrand des Nachbarn wieder die Kür.

Silvaner
Machte Spass und Lust auf mehr: der Silvaner von Wein von 3

Sonja als kommunalpolitisch engagierte, dazu noch bloggende Gastwirtin ist sicher kein Normalfall in diesem kleinen Schwarzwaldtal – aber am Stammtisch, wo wir an den Abenden Platz nehmen durften, offensichtlich voll akzeptiert. Später gesellte sich Nachbar A. zu uns. Seine Sicht der Dinge war oftmals interessant. Eine seiner Erzählungen schockte mich doch ein wenig: Ausbeutung rumänischer und afrikanischer Arbeiter in der Fleischindustrie gibt es nicht nur bei uns im Norden (Wiesenhof und Konsorten), sondern auch im Schwarzwald, wo unter anderen Edeka produziert. Und wer sein Personal ausbeutet, der macht auch vor Tieren nicht Halt und liebt wohl auch keine Lebensmittel – oder? Lebensmittel lieben die, die sie wirklich von Hand und mit Liebe produzieren – und von denen habe ich an diesem Wochenende einige getroffen.

Frühstück im Jägerstüble
Frühstück im Jägerstüble, Sonja im Sonntagsstaat

Am nächsten Morgen, beim nächsten köstlichen Frühstück, wurde über den Ort des nächsten Treffens beraten. Würzburg lag ziemlich weit vorn. Ich freue mich schon jetzt aufs #btg16! Oder um es mit der Küchenschelle zu sagen:

Hier noch der Bericht von Alexander von Halem zum Wochenende.

 

Guter Vorsatz: Hier gehts jetzt weiter!

Jedes Jahr zu Jahresanfang das Gleiche: Eins der ältesten (kulinarischen) Bloggertreffen, das Blog trifft Gastro (#btg15), steht an. Seit dem zweiten BtG bin ich dabei, das erste Mal war Anfang 2007. Das ist jetzt 8 Jahre her. Und bald traue ich mich gar nicht mehr hin, gerade habe ich mal nachgesehen: Mein letzter Blogpost ist jetzt über 2 Jahre alt…

Wenn ich überlege, was ich dem Bloggen (und damit auch dem Social Web) alles zu verdanken habe, ist das schon eine ganze Menge: in erster Linie Spass – Austausch, ungezählte Kontakte, beruflich und privat. Einige Freunde habe ich gewonnen (und ich meine damit nicht im Sinne von “Facebook-Freund”), schöne Stunden (und Tage!) bei vielen Treffen im realen Leben, spannende Degustationen und neue kulinarische Erfahrungen, neue Horizonte – und nicht zuletzt meinen Job bei Delinat, den ich jetzt auch schon seit über 5 Jahren ausübe.

All das ist ein Grund, jetzt endlich mal weiterzumachen! Natürlich habe ich auch noch den Delinat-Blog, aber das ist etwas anderes. Die private Bloggerei ist mir eingeschlafen, die Gründe sind vielfältig: Keine Zeit! Kinder, Familie, Beruf, Haus und Hof. Unlust nach einem ganzen Tag am Schreibtisch auch den Abend noch am Bildschirm zu verbringen.

Der Neustart mit Socialwine nach meinem alten Viva-Vino-Blog hat nie richtig gezündet. Wahrscheinlich war es ein Fehler, den alten Blog damals zu verkaufen, als ich den zugehörigen Shop abgegeben hatte. Hier sind noch die Reste zu sehen (alle Artikel bis September 2009 sind noch von mir).  Da es ja so aber auch nicht weitergehen kann, habe ich (mal wieder zum neuen Jahr) den Vorsatz gefasst, den Neustart neu zu starten: Socialwine ist wieder da!

Die Zeichen stehen gut: Das immer noch inspirierende Blog trifft Gastro steht an, Ende Januar bin ich (falls ich es zeitlich schaffe) beim CSR-Camp in Berlin. Ob ich an der nächsten Weinrallye teilnehme, bin ich allerdings noch nicht sicher: Das Bezahlmodell sagt mir nicht so recht zu. Jedenfalls werde ich schon mal was zu berichten haben… Denn eins ist wichtig: Ich muss meine Ziele beim  Bloggen neu fassen, sonst wird es nix werden.

Früher mit Viva-Vino war meine Hauptmotivation, den Shop durchs Bloggen zu unterstützen – und dann hats eben auch Spass gemacht. Der eigene kleine Shop ist nun weggefallen. Als Modell zum Geld verdienen möchte ich den Blog eigentlich auch nicht nutzen. Es bleiben die oben bereits angeführten Dinge: Austausch, neue Kontakte, neue Horizonte. Feines Essen und Trinken natürlich auch. Dafür brauche ich Leserinnen und Leser. Laut Google Analytics haben im letzten Monat immerhin noch 150 Menschen auf meinen Blog geklickt. Obwohl es seit 2 Jahren nichts Neues gibt! In diesem Sinne: Es wäre schön, wenn wieder ein paar mehr dazu kommen – ich freue mich also über deine ermutigenden Kommentare, Likes, Shares, Emails, Anrufe…

Weinrallye #58: Wein schenken oder das Ende des Winzerblogs

Anfang Dezember las ich im Winzerblog: “Lange schon habe ich überlegt wie ich das Projekt Winzerblog ordentlich beenden könnte, …” und wollte meinen Augen kaum trauen. Seit ich mich mit dem Thema Wein online beschäftige (und das ist schon eine Weile), gibt es das Winzerblog. Damals konnte man die Zahl der Weinblogs noch an den Fingern zweier Hände abzählen… Das Winzerblog beenden heisst nichts weniger als eine Ära zu beenden – jedenfalls in meinen Augen. Thomas, du bist immer für eine Überraschung gut – und ich bin gespannt,was als nächstes kommt.

Thomas wäre nicht der Winzerblogger, wenn er dieses Ende nicht mit einer tollen Aktion einläuten würde, die Spass macht, der Vernetzung unter Wein- und Foodbloggern behilflich ist, und mich verleitet, mal wieder einen Blogartikel zu schreiben. Und zu einem spannenden Wein verholfen hat die Aktion mir auch noch, aber dazu später.

bee-Riesling, im Sommer genossen
bee-Riesling, im Sommer genossen

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft: Das war das Motto, ein Blogger macht dem nächsten ein Weingeschenk – und erhält natürlich auch ein solches. Mein Wein ging an @babsannette. Da ich nicht wusste, welche Weine ihr gefallen, habe ich ihr einen geschickt, der mir gefällt: einen Riesling der Edition bee von Timo Dienhart. Gibts auch bei meinem Arbeitgeber Delinat, aber nicht deswegen habe ich ihn gewählt, sondern weil ich erstens Mosel-Rieslinge mag, zweitens Timo Dienhart als engagierten Biowinzer mag, und drittens weil die Edition bee eine tolle Idee ist. Via Twitter habe ich schon gehört, dass auch @babsannette der Wein gefallen hat – genaueres werden wir in ihrem Artikel lesen.

Mitte Dezember schon kam mein Wein –  von Dirk Würtz. Damit war schon mal klar: Es wird nicht langweilig werden. Als ich das Paket öffnete, war ich doch erstaunt: Ein Blanc de Blancs? Aus dem Rheingau? Ich dachte, da gibts nur Riesling und ein bisschen Spätburgunder! Kurze Nachfrage bei Tante Google ergab: Im Weingut Ress gab es erstmals 2007 den Blanc de Blancs, damals wohl aus Weissburgunder. Mehr war nicht zu finden.

Vor einer Woche dann: Ok, wann trinken wir ihn? Am Abend sollte es Spaghetti mit Räucherlachs geben, könnte vielleicht passen. Beim Kochen probierte ich gleich mal einen Schluck – und obwohl ich auf eine Überraschung gefasst war, war das Erstaunen noch grösser als geplant: Wie bitte? Zum Teilen des Erstaunens rief ich schnell meine Frau dazu. Die probierte ebenfalls und sagte: “Manche sehen eben mit 25 schon aus wie 50!” Meinte das aber gar nicht negativ, sagte sie dazu.

Der Probierschluck für den Koch
Der Probierschluck für den Koch

Was war im Glas? Aus der Erinnerung ohne Notizen: Ziemlich gelb sah das aus – gereift? Gar bereits oxidiert? Es kam mir keine Primärfrucht entgegen geweht, aber kräuterwürzige, intensive und komplexe Aromen – irgendwie so ganz anders. Hatte Dirk einen alten Jahrgang in die mit 2011 etikettierte Flasche gemogelt? Nein, auch nicht. Es gab zwar Reifenoten, aber alt schmeckte der Wein nicht. Am Gaumen dann schöner Schmelz, Säure gut eingebunden, wieder Kräuterwürze, Tabak, Leder… Das erinnerte mich doch an Weine, die gerade so ein bisschen im Trend sind: die so genannten Naturweine (schon 2x Thema einer Weinrallye). Ein Naturwein à la Würtz?

Die Nudeln habe ich also kräftig abgeschmeckt, bisschen Sahne frisch von der demeter-Kuh (auch die hat einen speziellen, intensiven Geschmack. Natursahne quasi), bisschen Chili, bisschen Blanc de Blancs. Das passte dann soweit.

Bevor ich da aber jetzt etwas ganz Falsches schreibe, habe ich heute nach dem Wein gefragt und Dirk noch schnell via FB kontaktiert: “Sieben Tage Maischemazeration, maischevergoren, dann neues Tonneau, ungeschönt, nicht filtriert und fast ohne Schwefel… Mein Beitrag zur Globalisierung” schrieb Dirk zurück. Aha. Rebsorte? “Weissburgunder, das ist aber nebensächlich. Es geht um die  Machart.” Stimmt. Eine Rebsorte war nicht zu identifizieren. Die Machart hingegen: Speziell. Muss man mögen. Ich mag.

Und jetzt bin ich gespannt. Ein Rest ist noch in der Flasche, wartet im Kühlschrank, gleich zum Apero (das Wort habe ich aus der Schweiz übernommen, weil es mir so gut gefällt). Laut Dirk wird der Wein “stehen wie eine 1″, auch nach einer Woche. Gleich mehr dazu.

Update zwei Stunden später: Dirk hatte Recht: Der Blanc de Blancs steht nicht nur immer noch wie eine 1, wir hatten gar das Gefühl, er hat sich noch geöffnet: Jetzt waren gar fruchtige Aromen zu erspüren, gelbe Pflaumen, vielleicht getrocknete Aprikosen Feigen und Äpfel. Meine Frau sagt, die Säure sei jetzt (ihr zu) prägnant – mir war’s recht. Wunderlicher Naturwein à la Würtz.

Weinrallye #50 Naturwein: ein betagter Fendant “non filtré”

Weinrallye
Weinrallye

Die 50. Weinrallye, ein Jubiläum! – und das zweite Mal zum Thema Naturwein: Jetzt will Iris Rutz-Rudel etwas dazu lesen. So kann ich die Definition des Begriffs “Naturwein” aber Anderen überlassen (z.B. hier) und mich ganz dem Weinerlebnis widmen.

Weinerlebnis kann man wirklich sagen, denn der Besuch bei diesem Winzer ist jetzt fast zwei Jahre her und mir noch sehr eindrücklich im Gedächtnis. Der Wein, der jetzt vor mir steht, stammt noch von diesem Besuch: Ein Fendant* (= Chasselas = Gutedel) aus dem Jahr 2008. Der Winzer heisst Jacques Granges und das Weingut liegt im Himmel. Wirklich wahr, “Les vignes dans le ciel” steht auf dem Etikett und so ganz falsch ist das nicht: Auf 900 Metern Höhe im schweizerischen Wallis liegt die Domaine de Beudon. Wenn man dorthin will, muss man der privaten Seilbahn vertrauen – oder den steilen Aufstieg zu Fuss auf sich nehmen, was wir damals bevorzugten.

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Beschwerlicher Aufstieg…
Jacques Granges
Jacques Granges

Einige Hürden waren zu nehmen, zum Beispiel ein reissender Bergbach – der leider auch die Brücke schon mit sich gerissen hatte. Irgendwie kamen wir rüber, und als wir endlich oben ankamen und Jacqui uns grinsend wie ein Waldschrat erwartete, hatten einige von uns das Gefühl, nach beschwerlicher Expedition endlich das Ziel erreicht zu haben. Und oben war es ganz paradiesisch, trotz Nieselregens: Weinreben, Kräuter, Blumen, Kastanien- und Mandelbäume. Trockensteinmauern, Gemüse und Bienen. Biodiversität im Weinberg, so ganz selbstverständlich.

Dann wurde es noch besser: In der gemütlichen Küche wartete eine dampfende Gemüsesuppe auf uns – und Jacqui zog einen Wein nach dem anderen auf, spannend waren einige davon (Notizen habe ich keine, nur die Erinnerung): Unter anderem diverse Riesling x Sylvaner (= Müller-Thurgau) und Fendants, die ein Alter erreicht hatten, das für diese Rebsorten ganz und gar ungewöhnlich ist – aber tatsächlich zum Teil noch frisch und fruchtig genossen werden konnten. Eigentlich schmeckten alle Weine in diesen Stunden in der Küche, waren perfekt. Das konnte auch gar nicht anders sein, denn die Wahrnehmung von Wein ist subjektiv – und nach einer solchen Wanderung und einem solchen Empfang kann es kaum Enttäuschungen geben.

Bunter Weinberg
Bunter Weinberg
... der beste Platz ist immer in der Küche.
… der beste Platz ist immer in der Küche.

Aber einige Weine hielten auch zu Hause noch, was sie dort oben, “dans le ciel” versprochen hatten. In Erinnerung sind mir noch ein Riesling x Sylvaner von 2004 und ein Gamay von 2006. Mindestens 20 Weine degustierten wir, ein jeder brauchte seine Zeit, so dass wir stundenlang in der Küche sassen – bei dem grossen Topf Gemüsesuppe (aus dem eigenen Garten, die Granges sind Selbstversorger dort oben), der nicht leer zu werden schien und eben den Weinen. Mehrfach verschoben wir den Aufbruch, obwohl wir noch mit Marie-Therese Chappaz verabredet waren, der Star-Winzerin im Wallis. Als wir schliesslich dort angekommen waren, blieb nur noch Zeit für eine Verkostung auf Speed – aber das ist eine andere Geschichte.

Achso: Die Weine der Domaine de Beudon werden seit Jahrzehnten biodynamisch angebaut, nach Demeter-Richtlinien. Ich glaube, leicht geschwefelt sind sie schon, aber sonst ist nicht viel damit passiert. Naturweine. Non filtré.

Les vignes dans le ciel
Les vignes dans le ciel
Fendant zu Hause
Fendant zu Hause

Mein Wein gestern und heute Abend: Fendant 2008. Gestern Abend zum Apero musste man sich erst dran gewöhnen, keine Primäraromen, aber  intensiv, mineralisch und eindrückliche kräuterige, würzige Aromen, die sich am Gaumen fortsetzen. Heute Abend kommt er mir zugänglicher vor – oder liegt es daran, dass ich gerade die Geschichte aufschreibe? Wein ist eben subjektiv.

Was ich ausserhalb der Weine spannend fand: Die Tochter von Jacqui und Marion, schon längst erwachsen, erzählte uns von ihrem beschwerlichen Schulweg früher. Zu Fuss, wie sonst? Das arme Kind, denkt man sich. Eine Weile war sie weg, als sie erwachsen war, draussen in der Welt. Jetzt ist sie wieder da – mit ihrem eigenen Kind, das nun dort, “dans le ciel” aufwächst…

*Disclaimer: Ich arbeite bei Delinat, wo inzwischen auch ein Fendant der Domaine Beudon erhältlich ist, allerdings ein junger: Jahrgang 2010.

Vinocamp 2012: Bloggers Revival?

Auf dem Vinocamp selbst hatte ich ja eher den Eindruck, die Zeit des Bloggens sei vorbei: Nur ein geringer Prozentsatz an Bloggern, viele Professionals und PR-Leute waren da. Jetzt, nur einen Tag später, muss ich meine Meinung revidieren: Es sind jetzt schon so viele Blog-Artikel zum Vinocamp online (Links zu den Artikeln weiter unten), wie ich das kaum je nach einem Barcamp erlebt habe. Man kann also über die Weinweb-Szene sagen, was man will: Lebendig ist sie – und das hat sich allerdings auch schon auf dem Vinocamp selbst gezeigt.

Vinocamp wird erwachsen?

Vinocamp
Hörsaal am Sonntag Morgen: Fehlerweinprobe beim Vinocamp

2011 war noch ein anderer “Spirit” da – eine richtig gehende Euphorie, Aufbruchstimmung war zu spüren. Das war in diesem Jahr anders. Die Frage war eher: Kann das Vinocamp noch halten, was es im letzten Jahr versprochen hat? Und auf Grund der Medienpräsenz im letzten Jahr kamen auch viele “Neue”, die wissen wollten, was da so vor sich geht. So war auch der Anteil der Agenturen und PR-Leute viel höher. Geschadet hat es nicht. Auch wenn in der Session “Quo vadis Vinocamp?” einige Teilnehmer gern mehr Sinnlichkeit auf dem Vinocamp gesehen (gefühlt?) hätten, für mich war die Vielfalt ein Gewinn. Und wenn im nächsten Jahr durch mehr Foodblogger noch mehr Vielfalt reinkommt – dann wird’s noch besser. Das darf durchaus als Aufruf und Einladung  an zufällig mitlesende Foodies verstanden werden, im nächsten Jahr dabei zu sein!).

Vinocamp = Barcamp

Wichtig war mir, dass der Barcamp-Charakter erhalten bleibt – und das trotz sicher mehr als 80% Barcamp-unerfahrenen Besuchern. Und es spricht sehr fürs Vinocamp, dass dem auch tatsächlich so war: Es fand Austausch statt, es wurde diskutiert, es wurde Wissen weiter gegeben. Das war sehr schön. Und wenn es dabei auch viel Spass und eine geradezu unglaubliche Menge von erstaunlichen bis zu unglaublichen Weinen zu verkosten gibt – dann schadet das auch nicht.

Fazit

Das Vinocamp wird sich entwickeln, da bin ich inzwischen sicher. Vielleicht sogar dahin gehend, dass es “Mutti” von vielen kleinen speziellen Themencamps wird, wie es Winzerblogger Thomas Lipperts Wunsch wäre. Und wenn diese Form der (Un)Konferenz auch so langsam bei den Weinbauverbänden eindringt, wie der Geisenheimer Campus-Manager Robert Lönarz es andeutete, dann ist das doch ein grosser Erfolg! Daher noch mal Gratulation und Dank an Thomas und Dirk, die diesmal wieder das Vinocamp massgeblich organisiert haben. Und ich wünsche mir, dass sie es 2013 wieder tun, denn sie sind ein tolles Team mit vielen Gegensätzen!

Meine Highlights

Das waren einige:

Es ist Prinzip eines Barcamps, dass man aus mehreren interessanten Sessions, die gleichzeitig laufen nur eine auswählen kann. Aber dass ich diese verpasst habe, ärgert mich heute noch:

  • Wie verdient man Geld mit Blogs?
  • Orange Wines Verkostung

Und hier die anderen Berichte vom Vinocamp, die viele Facetten zeigen:

Wahnsinn, oder? Und ich bin sicher, es kommen noch einige dazu: Ich werde versuchen, die Liste aktuell zu halten. Sollte ich jemanden vergessen haben, bitte Bescheid geben. Und in diesen Blogs, auf Facebook, Twitter oder gar im real life wünsche ich uns allen noch viele Diskussionen bis zum nächsten Vinocamp – so wie Jörg und einige andere das bereits angeregt haben.

Update, 20 Minuten später:

Update 2:

Update 3:

Müller-Thurgau? Find ich gut.

Weinrallye #49: Müller-Thurgau
Weinrallye #49: Müller-Thurgau

Müller-Thurgau – oder Rivaner, wie er genannt wird, wenn er etwas moderner sein soll – ist keine hoch geschätzte Rebsorte. Massenproduktion wird da vermutet, keine Substanz, flache und bescheidene Weine wird da oft gesagt. In der Schweiz heisst er Riesling x Sylvaner, das klingt etwas besser. Dort soll Herr Müller aus Thurgau die Sorte auch gezüchtet haben. Inzwischen ist allerdings erwiesen, dass kein Silvaner beteiligt war.

Ich mag Müller-Thurgau. Oder eben Rivaner. Man braucht ja auch mal einen Wein für den Alltag, der einen nicht ganz in Beschlag nimmt, sondern sich einfach gut trinken lässt. Und wenn er dann noch so frisch und saftig ist, neben Zitrusfrüchten auch florale Noten dem Glas entsteigen, Säure und etwas Restzucker in ausgewogenerem Verhältnis stehen: Dann macht er richtig Spass – und aktuell freut man sich noch ein bisschen mehr auf den Frühling.

Hirschhof Rivaner
Fast schon Frühling: Hirschhof Rivaner mit ganz neuem Etikett

Mein Müller-Thurgau heisst Rivaner* und kommt vom Hirschhof in Rheinhessen. Dort baut man seit 1991 biologische Weine an. Mit Engagement und  Erfolg. Und als Frühlingswein ist er ein Hit – als Sommerwein wohl noch besser. Wichtig ist: Jung trinken, nicht lange rumstehen lassen.

Zu essen gabs dazu ein geschnetzeltes Hähnchen – passte gut. Auch zum Tomme au Marc hinterher machte der Wein eine gute Figur. Und dann war die Flasche schon leer. Aber auch zum Thai-Curry könnte ich ihn mir gut vorstellen. Oder einfach so zum Apero.

Dieser Artikel ist mein erster Blog-Post seit über einem Jahr und der Wiederbelebung der Weinrallye gewidmet, dieses schönsten aller Blog-Events. Danke an Thomas für das wieder aufgenommene Engagement und an Natalie für die Ausrichtung der Comeback-Rallye. Ich freue mich, dass die Weinrallye wieder Fahrt aufnimmt und verspreche, wieder öfter dabei zu sein. Und überhaupt mal wieder ab und zu zu bloggen.

* Disclaimer: Den Hirschhof-Rivaner gibts bei Delinat, wo ich als Webmaster für Webshop und Online-Marketing zuständig bin.

Erstes Vinocamp in Deutschland

Erstes Vinocamp in Deutschland? Gut, dass ist für mich ein mehr als ausreichender Grund, mein seit April letzten Jahres brach liegendes Blog wieder zu beleben. Denn Regel 2 für Barcamps heisst:

“You do blog about barcamp.”

Der Anfang ist jedenfalls gemacht; am 28. Januar findet bei Dirk Würtz in der Königsmühle das erste Orgatreffen statt. Vielen Dank, Thomas und Dirk, für eure Initiative! Und ich bin sehr gespannt, ob das Vinocamp ein wirkliches Barcamp wird. Wünschenswert wäre es, denn das würde die WeinWeb-Szene in Deutschland sicher weiter bringen. Alle Themen rund um Web und Wein sind gefragt, Wissens- und Erfahrungsaustausch, auf professioneller wie auch auf privater “Amateur”-Ebene.

Vinocamp

Für die, die noch nicht wissen, was so ein Barcamp ist: Thomas hat ein hilfreiches Video und erklärende Links in seinem Blog, Dirk hat weitere Infos dazu, und Stefan hat die Barcamp-Regeln zusammen getragen. Das Vinocamp scheint ja tatsächlich einem Bedürfnis zu entsprechen: die Facebook-Gruppe wuchs in den ersten Stunden rasant (aktueller Stand: 148 Mitglieder, und der Tag ist noch nicht ganz zu Ende)!

Da viele Interessenten noch gar nicht wissen, wie so ein komisches Barcamp denn funktioniert, wäre es sicher hilfreich, wenn sich ein paar altgediente Barcamper finden würden, die Lust hätten, am Vinocamp teilzunehmen – ich kenne zumindest den ein oder anderen, der auch gern mal ein Glas Wein trinkt. Mal so ein ganz anderes Barcamp zu erleben und gleichzeitig den “Barcamp-Newbies” zu vermitteln, worum es – abgesehen vom fachlichen – bei einer solchen Unkonferenz geht.

Oder umgekehrt: 90% der Leute, die sich jetzt für die Facebook-Gruppe “vinocamp” angemeldet haben, sind noch nie auf einem Barcamp gewesen. Besucht doch einfach mal eins in eurer Nähe! Das macht wirklich Spass, hat was ganz eigenes und dient der Vernetzung – auch wenn man sich gar nicht so für irgendwelche “Techie-Sessions” interessiert. Wir haben schliesslich auch schon Wein-Sessions auf Techie Barcamps gemacht :-) Gleichzeitig kann man herausfinden, warum sich eine mixxt-Community besser zur Organisation eines Barcamps eignet als eine Facebook-Gruppe.

Regel 8: If this is your first time at BarCamp, you HAVE to present. (Ok, you don’t really HAVE to, but try to find someone to present with, or at least ask questions and be an interactive participant.)

Winzer-Wissen, Webwissen, Social Media Zeugs – es sind ja keine Grenzen gesetzt, nur eben Interessenten für eure Sessions müsst ihr finden. Ich freue mich aufs Vinocamp – es scheint ja wirklich ein Treffpunkt aller zu werden, die sich in irgendeiner Form im WeinWeb bewegen.

Weitere Links:
Anmelden bei mixxt
La Gazetta del Vino
Drunken Monday

Update:
Eins habe ich noch vergessen: vielen Dank an den Charles, der nach dem Logo für die Weinrallye nun auch dieses hübsche Logo gestiftet hat!

Weinrallye #32: Pinot Noir – Spätburgunder

Iris Rutz-Rudel stellte das Thema der 32. Weinrallye: Pinot Noir – Spätburgunder sollte es sein. Nachdem die letzten Weinrallyes von der Beschaffung (Schweizer Weine, Naturwein) oder aber der Geschichte her (Faszination Wein) gar nicht so einfach waren, scheint dieses Thema doch machbar zu sein.

Blauburgunder aus der Schweiz

Was sich als Trugschluss heraus stellte: eigentlich hatte ich für meinen Beitrag einen Wein aus der Schweiz ausgeguckt, den Malanser Blauburgunder von Louis Liesch. Kollege Dominik hatte mich neugierig gemacht auf den Wein – mein Arbeitgeber Delinat vertreibt den zwar, aber ich hatte noch nicht das Vergnügen gehabt, ihn zu verkosten. So nahm ich mir denn bei meinem letzten Aufenthalt in St. Gallen eine Flasche mit.

Fussball und Wein geht nicht zusammen

Aber – das Vergnügen sollte mir verwehrt bleiben: als ich letzte Woche nach dem Fussballtraining nach Hause kam, fand ich Frau und Schwägerin am Tisch sitzend vor – zwischen sich eine geöffnete und fast geleerte Flasche Malanser Blauburgunder! Nach beider Aussage ein sehr feiner Wein; ich aber kann der Verbindung Sport und Wein nichts abgewinnen (im Gegensatz zu anderen Blogger-Kollegen), öffnete eine Flasche Bier und freute mich am Genuss der beiden.

Pinot Noir – entspannt geniessen

Den Malanser Blauburgunder findet man aber sehr schön bei Dominik beschrieben – inklusive Informationen zum Anbaugebiet Bündner Herrschaft und zum Winzer-Ehepaar. Heute Abend werde ich trotzdem die Weinrallye würdigen und eine schöne Flasche Pinot Noir von Dirk Würtz öffnen. Winzer und Wein sind im WeinWeb nahezu omnipräsent – daher werde ich mir die Beschreibung beider ersparen und ganz entspannt geniessen!

Faszination Wein – Weinrallye #31

Weinrallye
Weinrallye

Faszination Wein ist das Thema der Weinrallye #31, die Bernhard Fiedler in seinem Blog ausgerufen hat. Faszination Wein – das Thema ist für mich ein persönliches – wie kam es dazu?

Erste Berührungen mit Wein

Die erste Berührung mit Wein fand in jugendlichem Alter in Form einer 2l-Flasche Lambrusco statt – und hatte im Nachhinein gar nichts Faszinierendes. Das kam später und baute sich so langsam auf. Ich erinnere mich an Weinverkostungen in einem kleinen Weinladen, in den meine Mutter mich mitnahm. Das gefiel mir gut – und ich fand es spannend.

Dann erinnere ich mich an eine Tour durch das Napa Valley in Kalifornien, während eines längeren Aufenthaltes in San Francisco, als ich 20 war. Auch das gefiel mir gut – ich war aber noch nicht fasziniert.

Später, in Hamburg, war einer meiner Mitbewohner in der WG bekennender Weinfreak. Zusammen machten wir die Weinläden in Hamburg unsicher und verkosteten den ein oder anderen guten Tropfen. Die Sache fing an, interessanter zu werden.

Faszinierend: Wein und Speisen

Und dann, irgendwann, hat es “Zoom” gemacht (oder so): beruflich war ich damals im Schanzenstern in Hamburg, kochte frisch, biologisch und (hoffentlich) lecker. Ich merkte, wie gut sich Wein und Essen kombinieren lassen. Erst da fing die Faszination an.

Ein Schlüsselerlebnis: es muss vielleicht 1994 gewesen sein, mit ein paar Freunden und Kollegen war ich bei Christian Rach im Tafelhaus essen – damals, als das Tafelhaus noch in dieser kleinen unscheinbaren roten Hütte am Bornkampsweg in Hamburg residierte. Ich kann mich nicht genau an das Menü erinnern – aber irgendwo war Kalb dabei. Und dazu war uns ein Grauburgunder von Bergdolt empfohlen worden. Beides war sehr gut – aber erst in der Kombination faszinierend.

(Nett war auch, dass sich Christian Rach hinterher zu uns an den Tisch setzte und erzählte, er verfolge sehr genau, was wir dort im Schanzenstern machten, halte es für sehr spannend. 1994 war “bio” eben noch nicht so ein grosses Thema wie heute…)

Seitdem probiere ich, beruflich wie privat, mit Kombinationen von Wein und Speisen herum. Ich koche und esse gerne. Und trinke gerne einen guten Wein. Hochgenuss und Faszination kann sich zwar auch bei nur einer der beiden Komponenten einstellen – wenn beides zusammen passt, ist die Faszination aber garantiert!

Bergdolt Gewürztraminer Spätlese 1994
Bergdolt Gewürztraminer Spätlese 1994
Bergdolt Gewürztraminer Spätlese 1994

Nach dem Tafelhaus-Besuch vor über 15 Jahren war ich ein paar Monate später im Weingut Bergdolt in der Pfalz. Von diesem Besuch lagen noch einige wenige Flaschen im Keller. Geöffnet habe ich aus diesem Anlass eine trockene Gewürztraminer Spätlese von 1994. Die brauchte ein wenig Luft, aber dann zeigten sich die typischen Gewürztraminer-Aromen: mehr Litschi, weniger Rosenduft, dafür Honig. Am Gaumen eine präsente, noch frische Säure,  schlank und elegant – hier hätte ich mir allerdings ein wenig mehr Restsüsse gewünscht. Dafür gab es einen langen Abgang.

Dazu schmeckte uns gestern ein einfaches Abendbrot mit Graubrot, Rotwurst und würzigem Käse. Faszinierend.

Das Delinat-Blog ist online …

… jetzt schon seit einer knappen Woche; nach langer Vorbereitungs- und Konzeptphase ist es unter www.delinat-blog.com zu finden. Ich hätte es ja gern schon viel früher gestartet, aber jetzt muss ich rückblickend sagen: Eile mit Weile hat auch etwas für sich.

Zum einen musste ich mich als Delinat-Neuling erst mal mit dem Unternehmen vertraut machen; zum anderen musste Delinat sich ja auch erst mal mit dem Bloggen vertraut machen. Beides ist gelungen, denke ich – und bin sehr zufrieden mit dem neuen Web-Projekt.

Delinat Blog

Privates vs. Unternehmens-Blog

Ein Unternehmens-Blog in der Art war ja auch für mich als “alten” Weinblogger Neuland;  in meinem alten Viva-Vino Blog war viel Privates enthalten. Das ist nun sauber getrennt – und es sind doch viel mehr Dinge zu bedenken, wenn man Delinat als Ganzes repräsentiert. Da schreibt man nicht einfach so drauf los wie im privaten Blog. Das hat für mich viel Positives: Beiträge zu reflektieren, sie sowohl inhaltlich wie auch stilistisch erst mal mit den Kollegen durchzusprechen – das Ergebnis gewinnt an Qualität. Gleichzeitig muss man natürlich sehen, dass die Spontanität nicht zu kurz kommt; aber da bin ich ganz zuversichtlich.

Themen ohne Ende

Eine weitere positive Erfahrung ist die ungeheure Menge an Themen, an Möglichkeiten, die sich uns durch das Delinat-Blog nun bietet. Das Thema Wein natürlich, vor allem vertreten durch die Einkäufer, die ihre Geschichten nun im Blog publizieren können; das Thema Ökologie – neben den Winzern liefert das Ithaka-Journal spannende Inhalte; auch Internes, aus dem Kundendienst, aus dem Marketing, oder wo immer sich eben eine Geschichte auftut.

Dabei soll das Blog ein offenes System werden – auch für Beiträge von Winzern und Kunden. Wir wollen nicht nur Geschichten erzählen, sondern auch Austausch – und ich glaube, dass das Blog ein hervorragendes Tool zur Kommunikation (nicht nur) mit Kunden sein kann. Auch Kritik wird kommen – einen solchen Kommentar hatten wir schon – und ich bin überzeugt, dass wir ihr offen begegnen können. In dem Zusammenhang freue ich mich, eben auch in einem Unternehmen arbeiten zu können, in dem Transparenz möglich ist.

Ich jedenfalls freue mich über die positiven Reaktionen zum Blog-Start in anderen Blogs sowie auf Facebook und Twitter, bin gespannt wie es weiter geht – und wünsche mir euer Feedback hier oder eben dort,  denn ein Blog ist eben auch ein Prozess, der sich entwickeln muss!